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"Kräht ja doch kein Hahn danach und tanzt keiner nach meiner Pfeife." bietet eine Gelegenheit, sich selbst ein Bild von der spannenden Musik von Komponistinnen zu machen. Werke aus vier Jahrhunderten werden verknüpft mit erläuternden Texten, Anekdoten und Informationen zu Leben und Werk der Komponistinnen.

KomponistInnenLeben
Auf der einen Seite stehen historische Raritäten wie die Kantate Seméle von Elisabeth Jacqut de la Guerre, auf der anderen Seite drei Werke, die Komponistinnen unserer Region für uns geschrieben haben. Die Aachener Komponistin und Pianistin Ursula Wawroschek hat Gedichte von Robert Gernhardt vertont, die profilierte belgische Komponistin Jacqueline Fontyn Galgenlieder Morgensterns für Sopran, Flöte und Klavier gesetzt, während die Kölnerin Heike Beckmann der "Frau von heute" ein kabarettistisch angehauchtes Denkmal setzt. Dabei ist die Querflötenfamilie vom Piccolo bis zur Kontrabassflöte gefordert. Die abwechslungsreichen Stücke sind eingebunden in ein Gesamtkonzept mit erhellenden Zitaten und eigener Moderation der drei Aachener Musikerinnen.

Nächste Gelegenheiten:

  • 21. Januar 2012, KomponistInnenLeben, De Kopermolen, Vaals, 20 Uhr


  • CD:
    Im November 2004 ist die CD "Kräht ja doch kein Hahn danach..." bei Dabringhaus und Grimm erschienen
    (AudioMax 703 1326-1704).

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CD-Kritiken:
...Jeder einzelne der 26 Tracks dieser höchst verdienstvollen CD zeigt Einfallsreichtum und Beherrschung aller Stilmittel und aller technischen Werkzeuge - aber hat man denn komponierenden Frauen solche Fähigkeiten wirklich einmal abgesprochen? Wenn ja, dann sollte man sich der musikalischen Power von Frauen schnell wieder vergewissern, vor allem wenn weibliche Interpreten sie derart eindrucksvoll und klangvoll exekutieren!

Dieter Steppuhn, Ensemble 5/2005

Bemerkenswert ist dieses künstlerische Dokument für mich nicht zuletzt deshalb: Es vereinigt Neuentdeckungen aus dem17., 20. und 21. Jahrhundert mit Werken inzwischen bekannter Komponistinnen in klanglich höchst differenziertem, fein aufeinander abgestimmtem Duo-Spiel. Die Interpretationen zeichnen sich durchweg aus durch einfühlsame, klangsensible Linienführung, rhythmische Prägnanz und virtuosen Glanz (hervorzuheben sind hier die überzeugende Darstellung vom monat April aus dem Zyklus für Klavier "Das Jahr" von Fanny Hensel-Mendelssohn - eine Gesamteinspielung durch die Pianistin wäre hier sicher lohnend! - sowie die spritzige Präsentation von Spielelementen und intrikaten Rhythmen ind den drei Elementen Yvy der Kölner Komponistin Heike Beckmann). Besondere Beachtung verdient auch das hervorragend gestaltete CD-Boolklet. Es enthält eine abwechslungs- und facettenreiche Geschichte des Komponierens von Frauen, brilliant verfasst...

Prof. Dr. Frauke Grimmer, Musikwissenschaftlerin